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Die Leiden eines Künstlers

Besser spät als nie, aber ich stand gestern auf der Bühne eines Poetry Slams und der Text sollte das heutige Türchen füllen.

Er handelt von den Leiden eines Künstlers, auch wenn ich nicht alle berücksichtigt habe, wie zum Beispiel die 90-Minuten-Nase oder die ewige Suche nach dem Radiergummi hoffe ich doch, den Alltag eines Künstlers getroffen zu haben.

 

Die Leiden eines Künstlers

Wenn du Wasserfarben zum Frühstück trinkst

Und so deinen perfekten Tag beginnst,

Wenn du deine Gesundheit für deine Pinsel riskierst

Und es komplett ignorierst,

Wenn du schon wieder ein Shirt beschmierst

Und es dir eigentlich imponiert,

Dann bist auch du ein Künstler,

Verwandlungs-, Ölfarben-, Wasserfarben-, Acrylfarben-, Wörterkünstler

 

Und Pinselstrich um Pinselstrich,

Male ich mir mein Leben kunterbunt,

Vergesse euch, vergesse mich,

Bade mich in Unvernunft,

Vergesse euch und vergesse mich

 

Wenn dich eine Idee nachts aufschreckt

Und du dann deine Farben aufweckst,

Wenn du schon wieder ein Notizbuch kaufst

Und es dann strahlend im Regal verstaust,

Wenn du aus Perfektionsdrang zusammenbrichst

Und den Spaß trotzdem nicht vergisst,

Dann bist auch du ein Künstler,

Verwandlungs-, Spraydosen-, Edding-, Kohle-, Wörterkünstler

 

Und Pinselstrich um Pinselstrich,

Male ich mir mein Leben kunterbunt,

Vergesse euch, vergesse mich,

Bade mich in Unvernunft,

Vergesse euch und vergesse mich

 

Wenn du mal keine Zeit mehr findest

Und du trotzdem noch mehr Zeit schindest,

Wenn du die Ideen verloren hast

Und scheinbar nichts mehr passt,

Wenn du schon wieder zu viel Geld bezahlst

Und du trotzdem weiter strahlst,

Dann bist auch du ein Künstler,

Verwandlungs-, Kreide-, Tuschen-, Tinten-, Wörterkünstler

 

Und Pinselstrich um Pinselstrich,

Male ich mir mein Leben kunterbunt,

Vergesse euch, vergesse mich,

Bade mich in Unvernunft,

Vergesse euch und vergesse mich

 

Es gibt so viele Künstlerleiden

Und vielleicht sind wir nicht immer zu beneiden,

Doch wir malen unser Welt kunterbunt

Und baden uns in Unvernunft,

Vergessen euch, vergessen uns

Vergessen euch und vergessen uns

 

Eure Emily

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Kleiderisierung

Heute gibt es den ersten Text für euch. Es ist ein Poetry Slam, er wirkt also besser gesprochen, was so leider nicht möglich ist. Trotzdem viel Spaß damit:

Kleiderisierung

Wenn sich mein weißes Shirt der Unvoreingenommenheit
An meine Jeanshose schmiegt
Dann hat Trump das Klimaabkommen endgültig besiegt.

Wenn sich der Schal, die wärmende Decke der Unwissenheit
Über mein vorlautes Girlpower-Shirt legt
Dann herrscht Erdogan in meinem Kleiderschrank.

Wo Schuhe auf die Suche nach ihrem Partner gehen
Und die Socken sie nur zu gut verstehen
Wo sich Komplementärfarben angreifen
Und Gegensätze mich ankleiden
Da herrscht Globalisierung in meinem Kleiderschrank.

Wenn mein grauer Pulli der Ausgebeuteten
Mit der Wand hinter mir verschmilzt
Dann hat schon wieder ein Kind meine Jacke genäht.

Wenn mein gelber Rollkragenpulli wieder nach Aufmerksamkeit schreit
Weil Oma zu Besuch kommt
Dann liegt wieder ein Bombentest vor.

Wo Schuhe auf die Suche nach ihrem Partner gehen
Und die Socken sie nur zu gut verstehen
Wo sich Komplementärfarben angreifen
Und Gegensätze mich ankleiden
Da herrscht Globalisierung in meinem Kleiderschrank.

Wenn meine Bluse der Pünktlichkeit
Mal wieder rechthaberisch wird
Dann Schaffen wir das!

Könnte ich meinen Schal mit dem Rollkragenpulli tragen
Und zwei Shirts gleichzeitig
Dabei noch einen grauen Pullover
Und die Bluse der Pünktlichkeit mit der Jeans kombinieren
Dann, ja dann wäre Weltfrieden.

 

Na, wie viele Anspielungen habt ihr gefunden?

Eure Emily

Von Traumtaschen, Sommerregen und Schienersatzverkehr

Am letzten Donnerstag, dem ersten Tag meiner Sommerferien, ging es in meine Lieblingsstadt Hamburg.

Wie immer begann mein Shoppingausflug bei Zara, im Sale ergatterte ich ein Traumblüschen aus schwarzem Tüll und Ohrringe mit kleinen Ballettschuhen.

Doch als wir, mein Freund und ich, den Laden verließen hatte sich der Himmel schlagartig verdunkelt. Gemeinsam rannten wir durch den Sommerregen und flüchteten uns in eine Starbucks Filiale. Durchnässt versorgten wir uns mit Koffein und warteten den Schauer ab.

Es ging also weiter zu Mango. Eine Traumtasche, mit der ich schon die ganze Saison geliebäugelt hatte war endlich reduziert. Für 20 anstatt 40 Euro durfte sie dann endlich mit nach Hause. Außerdem stöberte mein Freund ein süßes, dunkelblaues Kleid auf, dass auch mitkommen durfte.

Es ging weiter zur Europapassage. Was soll ich sagen, ich liebe Stifte und noch mehr liebe ich den riesigen Kreativladen „Idee“. Und ja, ich brauche tatsächlich so viele Stifte. Und nein, die erfüllen nicht alle den gleichen Zweck. Bei „Flying Tiger“ fand ich noch mehr Stifte, Überraschung, und dieses süße Washi Tape.

Danach fuhren wir mit dem Bus ein bisschen raus, zur Schanze, und besuchten dort den Secondhandladen „Pick and Weight“. Man bezahlt die Klamotten also nach Gewicht, was ich unbedingt einmal ausprobieren wollte. Der Laden ist echt gut sortiert und voller Schätze. Ich probierte einige Levi’s Hosen an, doch Schlaghosen sind einfach nichts für mich. Also kam hier nichts mit. Doch wer Secondhandläden mag, dem kann ich diesen nur empfehlen.

Wir aßen bei einem kleinen Italiener zu Mittag und begaben uns zurück in die Innenstadt.

Dort beschloss ich, dass ich unbedingt noch ein Paar Schuhe brauchte. Unser Zug ging aber um 18.48, weshalb wir um 18.15 durch H&M rannten und nach Schuhen Ausschau hielten. Was soll ich sagen, wir haben welche gefunden und ich bin verliebt. Das Beige passt zu allen Farben und man kann die Schuhe sowohl alltäglich, als auch schick stylen. Die Netzstrümpfe durften auch noch mit, gegen die Netzstrumpfhose wehre ich mich noch, doch ganz konnte ich den Trend einfach nicht auslassen.

Wir waren also pünktlich am Bahnhof und unser Zug kam auch. Doch dank des Unwetters fuhr dieser nicht weit. Wir warteten also eine Stunde auf einen Bus. Dieser war dann natürlich restlos überfüllt. Bis wir zum nächsten Bahnhof gejuckelt waren verging eine weitere Stunde und als ich endlich in meinem Bett lag, da waren fünf Stunden vergangen.

Trotzdem verbrachten wir eine sehr schöne Zeit in Hamburg und mit meiner Ausbeute bin ich auch sehr zufrieden.

Bis ganz bald!

Von Träumen aus Samt, Spitze und Jeans

Endlich finde ich Zeit euch den versprochenen Haul abzutippen. Es tut mir echt Leid, aber die Schule fordert zur Zeit leider fast meine ganze Zeit.

Aber kommen wir zu den schönen Dingen. Wie diesen traumhaften, smaragdgrünen Samtbody den ich im Zara-Sale für 3,99€ (!!!) ergattert habe. Er hat einen tiefen Rückenausschnitt und ich liebe das Gefühl des Stoffes auf meiner Haut. Außerdem fängt er das Licht total schön ein.

Das weiße Shirt habe ich bei Forever21 gefunden. Selbst wenn mein Name auf der Tasche gestanden hätte, dann hätte es nicht besser zu mir gepasst. Ich lasse nichts über meinen Kaffee kommen, auch mag ich den V-Ausschnitt sehr. Für 10,00€ kann man auch nicht so viel falsch machen.

Das süße Brallette ist ebenfalls von Forever21 und ich liebe es. Ich bin schon seit Ewigkeiten auf der Suche nach einem Brallette in diesem Stil, aber entweder sie kosteten ein halbes Vermögen oder sie waren einfach unbequem. Doch nicht dieses, es sitzt super und bei einem Preis von 11,00€ kann man nichts sagen.

Die Jeans sowie das graue Shirt habe ich in meinem absoluten Lieblingsladen, Brandy Melville, gefunden. Auch wenn die Jeans bei Brandy Melville nur onesize sind und echt klein aussehen passen sie auch einer Größe 36. Sie schmeicheln meiner Figur sehr, sind dabei aber auch noch bequem. Ebenfalls habe ich mich sofort in die coolen Cut-Outs am Knöchel verliebt. Für 55,00€ kam die Jeans also mit.

Das Shirt ist einfach nur super weich und schön figurbetont geschnitten. Ein klassisches Musthave von guter Qualität ist nie verkehrt. Für 17,10€ ging auch dieses Lieblingsstück in meinen Besitz über.

Das war es auch schon, ich hatte ehrlich gesagt mit Schlimmeren gerechnet;) Ich bin also ganz stolz mich mal ein bisschen zurückgehalten zu haben (tippt sie, während scho wieder 4 Teile in ihrem Asos- Warenkorb liegen).

Bis zum nächsten mal, eure Emily!

PS: Für mehr Outfitinspirationen schaut gerne auf meinem Instagram-Account vorbei: @emilys_wonderful_world

Von Schneestürmen, Flohmärkten und Graffiti

Ich habe das lange Wochenende mit meinem Freund und seiner Familie in Berlin verbracht. Am Samstagmorgen brachen wir auf und verbrachten die nächsten 5 Stunden entweder im Zug, oder an einem Bahnhof. Endlich erreichten wir Berlin, trotz der einschläfernden Fahrt wurde ich hibbelig. Ich wollte raus, die Stadt entdecken und vor allem meine schwere Reisetasche loswerden. Also bezogen wir erst unser Hostelzimmer. Wir haben im A&O Hostel Mitte übernachtet und hatten ein Doppelzimmer. Für die Preise ist die Lage und auch die Ausstattung der Zimmer genial, auch das Frühstücksangebot war in Ordnung. Leider schmeckte der Kaffee nicht, weshalb ich grausam unterkoffeiniert war.

Hier findet ihr weitere Informationen:

https://www.aohostels.com/de/berlin/berlin-mitte/

Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten lernte ich noch Georgs Tante kennen und wir aßen bei einem Inder zu Abend. Das Essen war super lecker, wenn ihr einmal Basmatireis gegessen habt, dann wollt ihr nie wieder normalen Reis essen! Wir ließen den Abend noch gemütlich ausklingen.

Am nächsten Morgen ging es dann aber richtig los! Auf dem Weg zum Flohmarkt am Boxhagener Platz haben wir die East-Side-Gallery bewundert. Der Flohmarkt war gut besucht und man konnte ganz wunderbar Menschen beobachten. Leider habe ich nichts gefunden, wir waren wohl schon zu spät für die richtigen Schätze. Auf dem Rückweg stolperten wir über einen weiteren Flohmarkt am Ostbahnhof. Der wurde auch noch fleißig durchstöbert, aber auch hier blieb ich leider erfolglos. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es zum Italiener. Ich traute meinen Augen nicht, als ich die Karte sah. Bot der Italiener doch tatsächlich Nutellapizza an. Ich hätte mich wohl nicht getraut diese zu probieren, wenn mir Georg nicht 100 mal versichert hätte, dass sie wirklich schmeckt. Am Ende teilten wir uns eine und sie war himmlisch. Es war einfach Pizzateig mit einer dicken Schicht Nutella und das wurde dann zusammen geklappt, so lecker!

Am Montag ging es dann endlich zum Shoppen auf den Ku’damm. (Der Haul folgt demnächst) Georg und ich verbrachten den ganzen Tag damit durch die Läden zu ziehen, etwas zu Essen und natürlich mit Graffiti bewundern. Mich fasziniert einfach, wie die Schriftzüge und die Kunstwerke das Gesicht von Berlin definieren, es aber auch immer wieder verändern. Man fragt sich in Berlin eher, in was für eine Gegend man hier wohl gekommen ist, wenn keine Graffiti zu sehen sind, als anders herum.

Abends haben wir dann noch die Kuppel im Bundestag bestiegen und Berlin bei Nacht bewundert. Das war der einzige Tag, an dem ich meine Sneakers angezogen hatte. Das war der einzige Tag, an dem ich meine neue Hose mit den coolen Cut-Outs an hatte. Das war der Tag, an den wir in einen Schneesturm gerieten. Nach 5 Minuten war mein stylischer Filzmantel durchnässt. Meine Knöchel wurden taub vor Kälte. Aber es war wunderschön. Wir sahen zu, wie sich eine saubere, weiße Schneedecke über die dreckigen Straßen und besprühten Häuser legte.

Im Hostel stellten wir fest, wie schnell die Zeit doch vergeht und, dass wir tatsächlich schon packen mussten. Gedacht, getan.

Am Abreisetag unternahmen wir noch einen kleinen Schneespaziergang und stiegen dann in den Zug.

Meine Kleinstadt hat mich wieder.

Bis ganz bald,

eure Emily!